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November 2017

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Vortragsreihe: Räume der Gewalt

Mit dem Phänomen "Gewalt" tun sich die westeuropäischen Zivilgesellschaften schwer. Die Ursachen dafür sind in der historisch ungewöhnlich langen Abwesenheit von kriegerischen Konflikten und der effektiven institutionellen Kontrolle von Gewalt durch den Staat zu suchen. Kriege und andere Formen exzessiver Gewalt werden in diesen Gesellschaften nicht mehr als mögliche Handlungsoptionen betrachtet, sondern als schwere Irritationen. Wie irritierend Gewalt und Krieg offenbar in unseren friedensgewohnten Gesellschaften wirken, zeigt sich allein schon an einem zunehmend verschleiernden Sprachgebrauch in Politik und Medien, sobald von Krieg oder extremer Gewalt die Rede ist. Jenseits einer immer ausgefeilteren Betroffenheitsrhetorik in den Medien und den sozialen Netzwerken findet eine konstruktive Auseinandersetzung mit Gewaltphänomenen nur noch selten statt. Das Verständnis darüber, was extreme Gewalt tatsächlich ist und welche katastrophalen Nachwirkungen sie erzeugt, wird so rhetorisch zerstäubt. Gesellschaftlich verdienen diese extremen Gewaltphänomene jedoch unsere volle Aufmerksamkeit. Die Frage nach dem "Warum" hat der Historiker und Gewaltforscher Jörg Baberowski auf den Punkt gebracht: "Gewalt verändert alles, und wer ihr ausgesetzt ist, wird ein Anderer sein." Die VHS Kamen-Bönen wird diese "Räume der Gewalt", von den Orten des Terrors in den Diktaturen des 20. Jahrhunderts über die Fußballstadien bis hin zur "Häuslichen Gewalt", erkunden und vermessen.

Kursnummer: 172-2200

Info: Der öffentliche Raum ist nicht nur ein Ort der Gesellung vieler unterschiedlicher Menschen, sondern ebenfalls regelmäßiger Austragungsort von Konflikten. Eine besondere Prominenz erlangen dabei abweichende (deviante) Verhaltensweisen von Fußballfans. Neben den mehr oder weniger akzeptierten lautstarken Gesängen oder Beleidigungen gegnerischer Fans lassen sich auch gewaltanfällige Konflikte zwischen rivalisierenden Fangruppen oder zwischen Fans und Polizei beobachten. Manche dieser Konflikte scheinen derart verhärtet, dass eine Regulierung unmöglich erscheint. In dem Vortrag werden auf empirischer Basis verschiedene Konfliktkonstellationen und ihre Ursachen beleuchtet. Gleichzeitig ist zu diskutieren, wie einer Konflikteskalation vorgebeugt werden kann und welche Rolle der Kinder- und Jugendarbeit in diesem Kontext zufällt.

Dr. Martin Winands ist Referent für Politische Jugendbildung beim Deutschen Volkshochschul-Verband e. V. in Bonn und zugleich assozierter Wissenschaftler der Fachstelle "Fußball und Konflikt" am Institut für interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung (IKG) der Universität Bielefeld.

Datum Zeit Straße Ort
19.10.2017 19:30 - 21:45 Uhr Bahnhofstr. 21 Haus der Stadtgeschichte

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