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221-2240 Präsenzform: Vulkane - Faszination, todbringende Gefahr und Lebensgrundlage*

Im letzten Jahr gab es gleich mehrere Vulkanausbrüche, die uns noch in Erinnerung sind. Am 20. September brach auf La Palma der Cumbre Vieja nach 50 Jahren Ruhephase wieder aus. Seine Lava zerstörte viele Häuser, Plantagen und bedrohte Menschenleben. Bereits am 19. März war in Island mit dem Fagradalsfjall erstmals seit 900 Jahren wieder ein Vulkan auf der Halbinsel Reykjanes aktiv und wurde zum neuen Touristenmagnet unweit des Internationalen Flughafens. Auf Sizilien spuckte erneut sporadisch der Ätna. Dies sind nur wenige, von den Medien aufgegriffene Ereignisse. Jedes Jahr brechen durchschnittlich 50 Vulkane weltweit aus und in einigen Ländern gehört die stetige Bedrohung zum täglichen Leben. Nur vereinzelt bleiben Ausbrüche aufgrund ihrer verheerenden Auswirkungen historisch in Erinnerung.
Am Beispiel Islands, der größten Vulkaninsel unserer Erde, mit ca. 200 aktiven Vulkanen präsentiert die Referentin verschiedenste Vulkantypen unterschiedlicher Entstehung und Aussehen. Aufgrund des Zusammentreffens von Feuer und Eis ist hier der Formenreichtum besonders groß. Zudem konnte 1963 bei der Geburt der Insel Surtsey erstmals beobachtet werden, wie neues Land entsteht. Die Geologin erläutert, warum in bestimmten Erdregionen Vulkane vermehrt auftreten, warum einige Vulkane hochgefährlich, andere hingegen nur ein interessantes Naturschauspiel sind und wann ein Vulkan als erloschen gilt. Sie zeigt in Bildern welch interessante postvulkanische Phänomene nach dem Abklingen des Vulkanismus auftreten, seien es Solfataren, Fumarolen, kochende Schlammpfuhle, Springquellen oder Thermalwässer, und wie man daraus Nutzen für die Energiewirtschaft und den Tourismus zieht.
Dr. Janine Teuppenhayn war als Studienreiseleiterin und privat mehr als 40 mal auf Island. Von ihrer Reise im Oktober 2021 hat sie neueste Bildeindrücke mitgebracht. "Wir sind durch spektakulär herbstliche Laubfärbung zu mir noch unbekannten Wasserfällen und einsamen Gletscherlagunen gewandert, waren in Lava- und Gletscherhöhlen und natürlich auch an der jüngsten isländischen Lava vom September 2021." Ein Wermutstropfen in ihrer Begeisterung ist der starke Anstieg des Tourismus, der nicht nur die Infrastruktur und die einst unberührte Natur des Landes stark verändert hat, sondern sich auch massiv auf die isländische Gesellschaft auswirkt. Die Referentin wird vom Pro und Kontra des gewinnbringenden Geschäfts mit den Touristen berichten, welches sie dort seit über 35 Jahren beobachtet hat.

Dies ist ein Präsenzkurs:
Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos. Eine vorherige Anmeldung ist obligatorisch.
Die zum Semesterstart geltenden Hygieneregeln und Teilnahmebedingungen entnehmen Sie bitte den aktuellen Hinweisen auf unserer Homepage.

Kursort

Bönen, Alte Mühle

Bahnhofstr. 235
59199 Bönen


Termine

Datum
1. Termin am 05.04.2022
Uhrzeit
19:00 - 21:15 Uhr
Ort
Ort: Bahnhofstr. 235, Alte Mühle, Vortragsraum